Der Oktober fängt dieses Jahr ja super an mit schönem Wetter und einem langen Wochenende, so das der Gartenarbeit nichts im Wege steht. Zu tun ist natürlich wie immer viel. Die Bäume lassen die Blätter fallen und der Laubbesen muss zum Einsatz kommen. Außerdem fängt die Zeit an, in denen man die Bäume beschneiden sollte und den Baumschnitt häckseln. Wer im Frühjahr schön blühende Pflanzen im Garten haben möchte, pflanzt am besten jetzt Zwiebelpflanzen wie Krokusse, Narzissen und Tulpen. Und wer Äpfelbäume im Garten hat, kann je nach Sorte nun anfangen die Äpfel zu ernten und dann Apfelkuchen, Apfelkompott und Apfelsaft daraus zubereiten. Zuletzt gibt es Hokkaido-Kürbisse im Garten zu ernten.

Bäume beschneiden

Wenn die Bäume die Blätter haben fallen lassen, so kann der Baumschnitt beginnen. Man sieht jetzt die kranken und toten Äste und kann Pilzbefall vorbeugen, wenn man diese rechtzeitig entfernt. Außerdem stärkt ein Baumschnitt die Äste und führt dazu, dass wieder Licht und Luft das Innere der Baumkrone erreichen.

Das Werkzeug für einen Baumschnitt:

Astsäge: Eine zumeist etwas gebogene Säge, bei der der Griff eine Verlängerung hat, so dass man vom Boden aus auch weiter oben noch Äste entfernen kann.

Baumsäge: Eine klassische Säge mit denen man alle Äste in Reichweite der Arme entfernen kann. Die Sägezähne sind am besten nicht versetzt zueinander angeordnet, damit keine rauer Sägeschnitt entsteht.

Gartenschere: Diese Schere hat scharfe, gebogene Klingen und ist sehr gut für den Schnitt von dünneren Trieben und kleinen Ästen geeignet.

Astschere: Diese Schere ist eine größere Version der Gartenschere. Dadurch dass die Griffe starkt verlängert sind, erzeugt man eine größere Hebelwirkung und kann auch recht dicke Äste noch abschneiden.

Baumschnitt häckseln

Nachdem die Bäume und Sträucher beschnitten sind, stellt sich die Frage, wohin mit den ganzen Ästen und Zweigen? Das Kleinschneiden mit Ast- und Gartenschere nimmt unglaublich viel Zeit in Anspruch, so dass sich für viele Gärrten der Einsatz eines Häckslers lohnt. Dieser zieht die Äste ein und spuckt sie als kleine Häcksel wieder aus. Es gibt zwei Arten von Häckslern: Walzenhäcksler und Messerhäcksler. Da die Geräte recht teuer sind und nicht sehr häufig zum Einsatz kommt, lohnt es sich vielleicht, sich mit einem oder mehreren Nachbarn zusammenzutun und das Gerät gemeinsam anzuschaffen.

Das Häckselgut kann entweder auf den Blumenbeeten verteilt werden, als Schutz vor Frost, aber auch zur Eindämmung von Unkraut. Oder es wird mit auf den Kompost getan.

Bei der Verwendung des Häckslers ist es sehr wichtig auf Sicherheit zu achten. Man sollte eine Schutzbrille tragen, da das Gehäckselte mit hoher Geschwindigkeit aus dem Gerät kommt und in alle Richtungen spritzt. Aus diesem Grund sollte auch darauf geachtet werden, dass Kinder einen großen Abstand von dem Gerät einhalten.

Ist das Gerät verstopft, so muss es immer erst ausgeschaltet werden, bevor man in den Einfülltrichter greift um die Blockierung zu lösen. Bei der Nutzung sollte man auch darauf achten, dass keine langen Kleidungsstücke, wie z.B. ein Schal, in das Gerät gelangen könnte.

Zwiebelblumen pflanzen

Wer im Frühjahr einen farbenprächtigen Garten haben möchte, sollte jetzt schon mit dem Pflanzen von Zwiebelblumen beginnen.

Auswahl und Einkauf von Zwiebeln und Knollen

Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Zwiebeln und Knollen nicht geschlossen verpackt sind, so dass man kontrollieren kann, ob sie von Schimmel befallen sind. Außerdem sollten sie frei von Fäule sein und keine weichen Stellen haben. Wichtig ist auch, dass sie noch keinen Austrieb haben.

Positionierung

Hohe Arten wie Lilien, Tulpen, Narzissen und Kaiserkronen setzt man in die Mitte oder den Hintergrund eines Beetes. In kleineren Gärten sollte man eher Wildtulpen und -narzissen nehmen, die kleineren Sorten gegenüber den gezüchteten Gartenblumen. Zur Verwilderung auf der Rasenfläche eignen sich besonders gut Krokusse, Märzenbecher, Schneeglöckchen oder Narzissen. Wer möchte, kann auch versuchen ein Motiv in den Rasen zu pflanzen.

Das Pflanzen der Zwiebeln und Knollen

Die Zwiebeln werden etwa doppelt so tief eingesetzt wie sie breit sind. Als Abstand zwischen zwei Zwiebeln sollte auch eine Zwiebelbreite eingehalten werden. Zur Düngung kann man etwas Kompost hinzugeben. Die Zwiebeln müssen mit der Spitze nach oben eingesetzt werden. Bei den meisten Zwiebeln erkennt man relativ leicht, dass sie zu einer Seite spitz zulaufen. Auf der gegenüberliegenden Seite erkennt man die ersten kleinen Wurzeln.

Garten im Oktober: Ernten

Die Apfelernte beginnt für einige Sorten schon im September. Viele Sorten werden aber auch erst im Oktober reif und können diesen Monat geernetet werden. Zu den Sorten gehören Boskoop, Golden-Delicious und Braeburn.

Mit dem Oktober verbindet man wegen des Halloween-Festes auch Kürbisse. Diese können zuweilen schon im Spätsommer geerntet werden. Je nach Witterung kann die Erntezeit auch bis Dezember dauern.

Hokkaido-Küribs aus dem GartenBesonders beliebt ist in den letzten Jahren der Hokkaido-Küribs geworden, da dieser leicht in der Küche zu verarbeiten ist. Die dünne Schale des Hokkaido-Kürbis wird beim Kochen – im Gegensatz zu vielen anderen Kürbissorten – weich und kann mitgegessen werden. Das Fruchtfleisch hat ein leicht nussiges Aroma und passt sich vielen Geschmacksrichtungen an. Es harmoniert besonders gut mit Chili und Ingwer und kann vielseitig für Suppen, Aufläufe oder als Gemüse verwendet werden.

Die Küribsse sind frostempfindlich und sollten deswegen bei einer Temperatur von 10 bis 15 °C gelagert werden. Ein unversehrter Hokkaido-Kürbis mit intaktem Stilansatz kann sogar mehrere Monate aufbewahrt werden.