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Blumenwiese

Eine Blumenwiese bereitet durch die vielen blühenden Blumen einen schönen Anblick im Garten. Sie bietet viel Platz für die unterschiedlichsten Tiere und vergrößert die Artenvielfalt, so enthält sie z.B. viel Futter für Raupen, so dass man im Sommer mit vielen Schmetterlingen rechnen kann.

Wie folgende Tabelle zeigt, bietet eine Wildblumenwiese auch viel mehr Nahrung für heimische Vogelarten, die so den Weg in den eigenen Garten finden:

Wildblumenwiese nicht gemäht „Englischer Rasen“
Insekten Rotkehlchen, Bachstelze, Kohlmeise, Braunkehlchen Rotkehlchen, Bachstelze, Kohlmeise
Bodentiere Amsel, Singdrossel Amsel
Pflanzen Goldammer, Gimpel, Stieglitz, Buchfink, Haussperling Fehlen!

Voraussetzungen für eine Blumenwiese

Soll eine Blumenwiese im Garten angelegt werden, sollten ein paar Bedingungen erfüllt werden.

  • Eine Wildblumenwiese benötigt viel Platz, damit sich die Pflanzen ungestört entfalten können.
  • Die Lage sollte frei und sonnig sein.
  • Der Boden sollte eher mager sein, denn zu nasser, nahrhafter Boden entspricht nicht den naturgemäßen Voraussetzungen für eine Magerwiese. Aus diesem Grund ist die Blumenwiese auch aus der Landschaft verschwunden, da Landwirte die Wiesen zu intensiv düngen.
  • Eine Wildblumenwiese muss geschont werden, d.h. sie darf nicht betreten werden und eignet sich also nicht als Spielwiese.

Eine Blumenwiese anlegen

Wer eine Wildblumenwiese im Garten anlegen möchte, kann auf eine fertige Mischung von Blumenwiesen-Samen aus dem Handel zurückgreifen. Dieses Saatgut wird seit einigen Jahren angeboten, jedoch sollte man auf die Qualität der Mischung achten. Einige Hersteller mischen nicht-einheimische Samen oder Gräsersamen unter, damit die Herstellungskosten günstiger sind. Auf Gräsersamen sollte man in der Mischung komplett verzichten, da sie keine weiteren Vorteile bieten und die Gräser nach einigen Jahren die Blumen und Kräuter überwachsen, da sie den Stickstoff, den Gartenböden im allgemeinen auch ohne Düngung viel enthalten, besser nutzen können.

Die Aussaat für eine Blumenwiese kann in der Zeit von April bis Juni und später im Jahr von August bis September stattfinden.

Die Blumenwiese wird auf einem freien Gartenplatz angelegt und nicht gedüngt. Die Saat für eine Wildblumenwiese muss auf eine offene Fläche ausgesät werden. Einfaches aussäen auf einen vorhandenen Rasen oder eine Obstwiese klappt nicht, da die Saat nur in offenem Boden keimt. Die Fläche muss also vorbereitet werden. Gras kann z.B. mit einer Fräse aufgerissen werden, kleinere Flächen sollte man umgraben. Da die naturgemäßen Voraussetzungen magere Erde ist, sollte der Boden nicht zu humusreich sein und bei Bedarf mit Sand und Kalk angepasst werden („Abmagern“). Ist die vorbereitete Fläche locker und sauber, wird sie mit dem Rechen glatt gezogen und dann kann die Saat ausgestreut werden. Die Saat sollte dann oberflächlich in die oberste Krume eingeharkt werden und anschließend mit einer Walze oder Trittbrettern festgedrückt werden. Sollte es in der kommenden Zeit (5-6 Wochen) nicht regnen, sollte die Wiese leicht gleichmäßig mit sanften Gartensprengern feucht gehalten werden.

Je nach Zusammenstellung der Samen kann man sich so die ganze Vegetationsperiode über an einer schönen bunten Wiese erfreuen.

 

Pflege

Nach den etwas aufwändigen Vorbereitungen benötigt eine Wildblumenwiese nicht viel Pflege. Sie sollte nicht gedüngt werden.

bunte BlumenwieseGemäht sollte die Wiese nach der Hauptblüte im Juli August und das zweite Mal im September bis Oktober. Dies ist für eine gesunde Entwicklung erforderlich. Am besten wird mit einer Sense gemäht. Für kleinere Flächen reichen auch ein Nylonfaden-Mäher oder ein Balkenmäher. Das duftende Heu eignet sich als Tierfutter, zum Mulchen oder als Kompost. Einen Teil der Wiese sollte man stehen lassen, da sie ein gutes Wohngebiet für viele Insekten bietet. Diese nutzen z.B. die hohlen Stengel abgestorbener Blumen als Wohnung

Im ersten Jahr sollte man noch ungebetene Wildkräuter entfernen, damit die gesäten Blumen sich gut entwickeln können. Vom zweiten Jahr an setzen sich dann die Wiesenkräuter durch, die eine dauerhafte Gemeinschaft bilden und spezifisch für den Garten sind, da sie abhänging von Boden- und Klimaverhältnissen sind.

Schnell wachsende Kräuter und die Arten, die mit den Bodenverhältnissen am besten zurecht kommen, werden die Blumenwiese zu Lasen der Vielfalt dominieren und den meisten Raum einnehmen. Wer die wachsenden Pflanzen ein wenig steuern möchte, kann alle 2-3 Jahre eine neue Samenmischung auszusäen.

Garten im November

Im November ist die Gartensaison endgültig vorbei. Trotzdem gibt es noch einige Arbeiten, die im Garten erledigt werden müssen. Einige davon werden als Überblick im Folgenden aufgezählt.

Mehrjährige frostempfindliche Balkon- und Kübelpflanzen ins Winterquartier holen

Am besten eignet sich als Winterquartier für mehrjährige frostempfindliche Kübelpflanzen ein heller Platz mit 6 – 12° C.

In Frage kommen da z.B.

  • Wintergarten
  • Kleingewächshaus
  • heller Flur,
  • kühler Raum (z.B. Diele, Windfang)

Laub harken

Wie schon den gesamten Herbst über muss auch noch im November Laub geharkt werden. Die Bäume lassen nun die letzten Blätter fallen und man sollte zumindest noch mal die Gehwege und die Rasenfläche vom Laub befreien. Was man mit dem gesammelten Laub macht, erfährt man im Artikel Laub im Garten.

Vögel füttern

Wer den Winter über Vögel füttern möchte, der sollte rechtzeitig damit beginnen, damit die Vögel die neue Futterstelle kennen lernen können. Man hört und liest zwar oft, dass eine Winterfütterung von Vögeln erst beginnen sollte, wenn die Temperaturen auf -5°C gefallen sind oder eine geschlossene Schneedecke vorliegt, allerdings sind diese Empfehlungen von vielen umstritten.

Vögel benötigen in einer kalten Winternacht sehr viel Energie um ihre hohe Körpertemperatur (über 40°C) aufrecht zu erhalten und können dadurch bis zu 10% vom Körpergewicht „verbrennen“. Deswegen müssen sie ihre Futterquellen schon kennen und können nicht geschwächt durch diesen Gewichtsverlust auf eine langwierige Nahrungssuche gehen.

Am besten baut man also schon im November ein Vogelfutterhaus im Garten auf und stellt das erste Vogelfutter bereit.

Gartenwerkzeuge reinigen und pflegen für die Überwinterung

Der November ist auch ein guter Monat um die Gartengeräte ordentlich zu reinigen und zu pflegen, bevor sie für den Winter weggestellt werden.

Gestielte Gartenwerkzeuge wie Spaten, Schaufeln und Harken werden zunächst von den Resten der Gartenarbeit gereinigt. Für die Reinigung eignet sich eine trockene Bürste. Der Schmutz, der sich so nicht entfernen lässt, wird mit Wasser und Schwamm abgeschrubbt. Die Metallteile sollten danach gut getrocknet werden.

Hat sich über die Gartensaison Rost an den Metallteilen gebildet, so sollte dieser mit einer Drahtbürste oder mit Stahlwolle abgerieben werden. Um die Gartengeräte vor weiterem Verrosten zu schützen, können diese mit Pflanzenöl eingeölt werden. Dazu eignet sich auch Balistol-Öl, das gut verträglich ist für die Umwelt und vor dem nächsten Benutzen nicht entfernt werden muss.

Die Holzstiele der Geräte sollten überprüft und lockere Stiele wieder richtig befestigt werden. Dazu wird der Stiel neu vernagelt, und, wenn dies nicht ausreicht,  wird dieser mit einem Holz- oder Metallkeil verkeilt. Raue und gesplitterte Stellen am Stiel können mit Schmirgelpapier bearbeitet werden.

 

Schnittwerkzeuge wie Garten-, Ast-, und Heckenscheren sowie alle Messer werden ebenso zunächst gereinigt. Dazu können die Klingen, an denen sich oft Pflanzensäfte festsetzen, mit Spiritus und Stahlwolle gereinigt werden.

Nach der Reinigung der Klingen können diese geschärft werden, damit sie in der nächsten Saison wieder gut zum Einsatz kommen können. Wer Erfahrung hat, kann dies durch Abziehen am nassen Schleifstein tun. Oder man überlässt diese Tätigkeit einem Fachmann.

Die Gelenke der Scheren sollten mit Balistol-Öl geschmiert werden, damit sie sich weiterhin gut öffnen und schließen. Abschließend werden noch die Schrauben der Werkzeuge nachgezogen und man kann sie über den Winter ins Lager legen.

 

Rasenmäher sollten auch nur gereinigt weg gestellt werden. Eingetrocknete und verhärtete Schnittgutreste können mit einem Kunststoff- oder Holzspachtel grob entfernt werden. Der Rest kann dann abgeschrubbt oder abgebürstet werden.

Die Messer sollten von einem Fachmann geschliffen werden. Ein Benzinmotor benötigt ebenso eine zusätzliche Wartung. Dazu gehört unter anderem ein Ölwechsel, die Entleerung des Tanks, die Wechselung der Zündkerzen und der Tausch des Luftfilters.

Holz hacken

In den letzten Jahren wird in immer mehr Häusern auch mit Holz geheizt. Dies wird von vielen nicht nur durchgeführt, um die Heizkosten zu senken, sondern auch aus Gründen der Gemütlichkeit getan, denn ein schönes Kaminfeuer im Wohnzimmer sorgt für eine heimelige Atmosphäre.

Für das Herstellen von Holzscheiten ist der Begriff „Holz hacken“ gebräuchlich, korrekter ist der Begriff „Holz spalten“.

Welche Holzart?

Als Brennholz eignen sich verschiedene Holzarten unterschiedlich gut. Wer einen Baum im Garten fällen muss, kann sich die Holzart natürlich nicht aussuchen, aber manchmal kann man beim Kauf von ein paar Raummetern Holz auch auf die Art achten.

Birkenholz

Birkenholz ist recht leicht an der typischen weißen Rinde zu erkennen, die sich meistens leicht in dünnen Streifen ablösen lässt. Birkenholz ist ein recht leichtes Holz, welches eine relativ hohe Witterungsresistenz hat und auch als Brenn holz recht gute Eigenschaften hat (1900 kWh/rm). Es eignet sich auch sehr gut als Anzündholz.

Buchenholz

Buchenholz ist ein sehr gutes Brennholz mit einem Energiewert von 2100 kWh/rm. Es verbrennt sehr ruhig mit wenig Funkenflug. Das Spalten von Buchenholz funktioniert einfach.

Eichenholz

Eichenholz ist ein sehr hartes und schweres Holz mit einem Energiewert von 2100 kWh/rm. Es hat einen langsamen Verbrennungsprozess und so muss man nicht ständig Holz nachlegen, wenn man mit Eichenholz heizt.

Fichtenholz

Der Brennwert der Fichte ist nur gering mit 1500 kWh/rm. Das Holz ist sehr harzig und verbrennt unruhig mit ständigem Funkenflug. Es lässt sich gut als Anzündholz verwenden, da es schnell anbrennt und schnell eine hohe Hitze entwickelt. Das Knacken und Bersten macht es allerdings zu einem guten Holz für ein gemütliches Kaminfeuer.

Kiefernholz

Kiefernholz ist recht hart und witterungsbeständig im Vergleich zu anderen Nadelgehölzen. Es ist recht harzig und verbrennt unruhig, so dass es sich auch nicht gut als Brennholz eignet. Der Brennwert liegt bei etwa 1700 kWh/rm.

Holz spalten

Holz sollte aus den folgenden Gründen gespalten werden:

  • Kleine Holzscheite trocknen viel schneller als große Holzblöcke, weil insgesamt durch das Spalten die Oberfläche vergrößert wird. Durch das Spalten kann das Holz also eher zum Verbrennen genutzt werden.
  • Kleine schmale Holzscheite verbrennen im Ofen besser als große Holzblöcke. Es brennt nicht nur schneller an, sondern rußt auch weniger.

Die Größe der Holzscheite hängt von dem Ofen bzw Kamin ab, in dem diese verbrannt werden sollen. Durch ein wenig experimentieren kann man die ideale Länge herausfinden. Grundsätzlich sollte der Holzscheit etwas kleiner als der Feuerraum sein, so dass er gut hinein passt, aber der Raum auch gut ausfüllt. Allerdings sollten sie flach auf einem Glutbett aufliegen und nicht zu sehr in die Höhe ragen, damit auch alle Gase verbrannt werden können und der Ofen nicht zu stark rußt.

Hackklotz

Die Oberkante des zu spaltenden Holzes sollte sich etwa auf der Hüfthöhe des Holzhackers befinden. Dies erreicht man, indem man das Holz auf einen Hackklotz stellt. Die Höhe eines Hackklotzes hängt von der Körpergröße ab.

Der Hackklotz sollte aus hartem Holz sein, damit er die Schläge auch gut aushält. Eiche oder Buchenholz eignet sich gut dafür. Der Hauklotz sollte fest aufgestellt sein und nicht federn.

Werkzeug

Gutes Werkzeug ist das A und O beim Holz spalten.

Universalaxt

Die Universalaxt ist das Einstiegsmodell. Es ist optimal für die Bearbeitung von leichtem Holz, sollte aber nicht durchgehend bei der Spaltung von Holz eingesetzt werden.

Spaltaxt

Eine Spaltaxt hat einen langen Stiel. Üblicherweise ist die Klinge beidseitig angeschliffen mit relativ stumpfen Schneidewinkel für eine hohe Spaltwirkung. Sie haben also einen relativ großen Keilwinkel.

Spalthammer

Der Spalthammer ist eine abgewandelte Axt. Er hat eine Klinge mit einen stumpfen Winkel von 30° und treibt dadurch das Holz stark auseinander. Die Rückseite ist zu einem Hammer geformt (daher der Name). Damit können Spaltkeile in das Holz getrieben werden, wenn man mit der Axtschneide nicht mehr weiter kommt. Der Spalthammer kann etwa das Gewicht eines Vorschlaghammers haben und so eine große Wirkung erzielen.

Sicherheit und Schutz

Wer beim Holz spalten Verletzungen vermeiden möchte, muss einige Dinge beachten. Zunächst sollten sich keine anderen Personen in der Nähe befinden, da das Holz je nach Kraft eine weite Strecke geschleudert werden kann.

Man selber positioniert sich so weit vom Holzblock entfernt, dass man das Holz mit durchgestreckten Armen mit der Axt trifft.

Folgende Utensilien helfen einem Verletzungen zu vermeiden:

  • Handschuhe
  • Festes Schuhwerk
  • Arbeitshelm
  • Arbeitsjacke
  • Schutzbrille
  • Hose mit Beinschutz

Wenn man merkt, dass Kraft und Konzentration und damit die Präzision nachlassen, sollte man eine Pause einlegen, da in diesem Zustand die meisten Unglücke geschehen.

Holzscheite lagern

Zum Lagern von Brennholz sollte man einen möglichst gut belüfteten und vor allem trockenen Ort haben. Hauswände mit Ausrichtung nach Süden eignen sich besonders gut, da dass Holz durch die (gelegentliche) Sonnenstrahlung viel Wärme abbekommt und die Hauswand die Wärme zusätzlich eine Zeit lang speichert.

Kellerräume oder ähnliches sollte man eher nicht verwenden, da hier meist zu wenig Luftzirkulation vorhanden ist, so dass das Holz schnell anfängt zu schimmel oder zu faulen.

Das Holz sollte nicht direkt auf dem Boden gelagert werden, sondern auf einen Unterbau gelegt werden, der eine Luftzirkulation ermöglicht. Dafür haben sich z.B. Europaletten sehr gut bewährt.

Bei der Stapelung an einer Hauswand sollten die Holzscheite auch nicht direkt an die Hauswand gelegt werden, sondern es sollten etwa 5 cm Platz gelassen werden, damit die Luft hinter dem Stapel gut zirkulieren kann.

Die Holzstücke haben idealerweise eine dreieckige Form, wodurch sie gut luftig aufgestapelt werden können.

Die Abdeckung mit einer Plane, um das Holz vor Regen zu schützen, ist nicht besonders gut geeignet, weil sie auch die wichtige Luftzirklulation verhindert. Am besten baut man ein kleines Überdach, dass das Holz vor Regen und Schnee schützt, und trotzdem genügend Luft an das Holz lässt.

Den Garten winterfest machen

Bei dem schönen Wetter, dass wir diesen Herbst haben, möchte man eigentlich noch nicht an den Winter denken. Allerdings merkt man schon, dass es ohne Sonne schnell kalt wird und man sich doch schon deutlich weniger im Garten aufhält. Dies sind sichere Anzeichen dafür, dass es langsam Zeit wird, den Garten winterfest zu machen.

Es gibt einige Arbeiten, die in praktisch jedem Garten um diese Jahreszeit anfallen. Diese sind wichtig, so dass der Garten gut über den Winter kommt. Auch sollte man schon Vorbereitungen treffen, damit auch im nächsten Frühjahr alles im Garten wieder schön wächst und gedeiht.

Wann den Garten winterfest machen

Der Herbst ist der ideale Zeitpunkt, um den Garten auf den Winter vorzubereiten. Zum einen herrscht oft noch schönes, mildes Wetter, so dass Gartenarbeit noch viel Freude bringt. Zum anderen hat der Frost noch nicht eingesetzt, vor dem man den Garten ja schützen möchte.

Wie macht man den Garten winterfest

Auch wenn viele Arbeiten in fast jedem Garten anfallen, ist doch jeder Garten anders. So wird nicht jeder Tipp auf jeden Garten anwendbar sein und für manche Gärten fallen auch noch zusätzlich Arbeiten an. Dies stimmt besonders, wenn es darum geht die Pflanzen im Garten auf den Winter vorzubereiten. Je nach dem, was für Pflanzen alle im Garten wachsen und wie der Garten nächstes Jahr aussehen soll, muss man individuelle Maßnahmen treffen, damit die Pflanzen gut überwintern können.

Laub

Im Herbst hat man ja eine ganze Menge mit Laub im Garten zu tun. Den Garten vom Laub zu befreien gehört auch dazu, wenn man ihn winterfest machen möchte. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine einmalige Aufgabe, sondern um eine Tätigkeit, die sich leider immer wieder über den ganzen Herbst wiederholt. Nach dem ersten Frost sollten aber die meisten Blätter gefallen sein.

Dass man den Rasen vom Laub befreit, ist wichtig damit der Rasen winterfest gemacht wird. Wenn man das Laub einfach liegen lässt, ist es gut möglich, dass der Rasen im nächsten Frühjahr braune oder kahle Stellen aufweist. Auf Beeten oder unter Bäumen kann man das Laub aber liegen lassen.

Auch die Dachrinne sollte man nicht vergessen, wenn man das Laub weg räumt. Niemand hat Lust bei eiskalten Temperaturen im Winter auf eine Leiter zu klettern und nachzusehen, warum die Dachrinne verstopft ist.

Blumenzwiebeln einpflanzen

Damit der Frühling im Garten gleich richtig farbenfroh losgeht, sollte man jetzt schon daran denken, einige Blumenzwiebeln zu pflanzen. Zum Beispiel Narzissen und Tulpen können einen schönen Frühlingsbeginn anzeigen, wenn sie jetzt schon gepflanzt werden. Auch Lilien und Stauden können bis Frostbeginn gut gepflanzt werden.

Allerdings gibt es auch Knollenpflanzen, wie z.B. Dahlien, die frostempfindlich sind. Diese sollten jetzt natürlich noch nicht gepflanzt werden. Wenn man solche Blumen schon im Garten wachsen hat, sollte man sie im Gegenteil ausgraben um die Knollen an einem kühlen (aber frostfreiem) Ort aufzuheben.

Sträucher, Bäume und Stauden beschneiden

Damit die Gehölze mehr Kraft für den Austrieb im nächsten Frühjahr haben, sollte man jetzt den sogenannten Herbstschnitt vornehmen.

Als erstes sollte man alle kranken und abgestorbenen Äste weg nehmen. Dabei sollte man immer relativ nahe am Stamm schneiden. Auch sich überschneidene Äste oder welche, die zu lang geworden sind, gehören zurück geschnitten. Bäume sollten allerdings erst nach Ende des Laubfalls beschnitten werden.

Bei Rosengewächsen sollte man beachten, dass diese im Herbst nur leicht zurück geschnitten werden. Der richtige Schnitt erfolgt erst im Frühling.

Auch für Hecken ist jetzt die richtige Zeit beschnitten zu werden.

Pflanzen winterfest machen

Damit Pflanzen, die nicht winterhart sind, den Winter überstehen, muss man sie gut darauf vorbereiten.

Beete sollten abgedeckt werden. Am besten eignet sich dafür Laub oder Reisig. Hier ist es natürlich besonders praktisch, wenn man das Laub auf den Beeten einfach liegen lassen kann oder auch wenn man es einfach nur zusammenharken muss.

Zitruspflanzen sollten jetzt schon reingeholt werden. Vor dem ersten Frost brauchen sie einen sonnigen Platz auf der Fensterbank.

Kübelpflanzen machen es einem schon schwieriger. Am besten ist es natürlich, wenn man sie in den Keller holt, wo es kühl und dunkel ist. Aber nicht jeder hat einen riesigen Keller und viele Kübelpflanzen werden dafür auch zu schwer sein. Wenn man genug Kübelpflanzen hat, dass sich dies lohnt, kann man bei Gärtnereien anfragen, ob sie Platz für die Überwinterung von Kübelpflanzen vermieten. Wenn die Pflanzen im Garten bleiben müssen, sollten nicht nur die Pflanzen selbst, sondern auch die Kübel winterfest gemacht werden. Generell sollten aber nur Kübelpflanzen im Garten überwintern, deren Topf frostbeständig ist. Diese Töpfe werden dann mit Luftpolsterfolien oder Weidematten eingewickelt. Zusätzlich kommt noch ein Jutestoff drum herum.

Viele Stauden sind winterhart und brauchen keiner weiteren Behandlung vor dem Winter. Nur bei empfindlicheren Sorten muss man sich Gedanken um die Überwinterung machen. Am besten eignet sich ein Überzug aus Jute oder Gartenvlies.

Obstbäume

Obstbäume können nun für das nächste Jahr gepflanzt werden. Allerdings sollten neue wie alte Bäume geschützt und winterfest gemacht werden. Die Rinde kann jetzt weiß gestrichen werden, um Frostrisse zu vermeiden. Um Obstbäume vor Nagern zu schützen, helfen Wildverbissmanschetten.

Gartenteich oder Brunnen

Wenn man einen Gartenteich oder Brunnen hat, sollte man diese auch auf den Winter vorbereiten. Wichtig ist es, dass alle Wasserleitungen geleert werden, so dass diese bei Frost nicht platzen. Wenn man eine Teichpumpe im Einsatz hat, sollte diese jetzt aus dem Teich geholt und frostsicher gelagert werden.

Gartengeräte und Gartenmöbel

Wenn man mit der Gartenarbeit für dieses Jahr durch ist, sollte man die Gartengeräte gut wegpacken, so dass sie im Winter keinen Schaden nehmen. Gartengeräte sollten noch einmal gereinigt werden, bevor man sie für den Winter unterstellt. Am besten eignen sich dafür Gartenschuppen, Keller oder Garagen.

Gartenmöbel braucht man ja oft schon im Herbst (leider!) nicht mehr. Je nach Material der Möbel sollte sie unbedingt reingeholt oder zumindest untergestellt werden.

Balkon winterfest machen

Auch den Balkon und dazugehörige Balkonpflanzen sollte man auf den Winter vorbereiten. Gerade auf Balkonen sind die Pflanzen oft sehr extrem der Kälte ausgesetzt. Daher sollte man die Pflanzenbehälter mit Noppenfolie und Säcken frostfest machen. Allerdings ist es noch besser, wenn man diese an einen kühlen aber frostfreien Ort bringt. Oft bietet sich hierfür der Keller an.

Apfelernte

Der Herbst ist die Zeit der Apfelernte. Wenn die Äpfel am Baum reif werden, sollte man sie pflücken bevor sie einem auf den Kopf fallen. Jedoch werden nicht alle Apfelsorten zur gleichen Zeit reif. Auch muss man zwischen Pflückreife und Genussreife unterscheiden. Manche Äpfel schmecken schon direkt vom Baum sehr gut, andere müssen nach der Ernte aber noch ein wenig (oder ein wenig länger) lagern, bis sie ihren vollen Genuss entwickelt haben.

Wann wird welche Apfelsorte geerntet?

Im folgenden werden einige Apfelsorten aufgezählt. Neben ihren geschmacklichen Eigenschaften sind auch die besten Zeiträume für die Ernte angegeben (siehe Pflückreife). Ob die Äpfel lagerfähig sind oder lieber gleich gegessen werden sollten, ergibt sich aus der Angabe der Genussreife.

ApfelsortePflückreifeGenussreifeGeschmack
AlkmeneAnfang bis Mitte SeptemberSeptember bis Ende Oktoberfein säuerlich, sehr aromatisch, hat Anklänge an Cox Orange, grüngelbliches bis cremefarbenes Fruchtfleisch
ArletOktoberNovember bis Februarsaftig , fein-säuerlich
BerlepschEnde September bis Mitte OktoberAnfang Januar bis Ende Märzsehr saftig, erfrischend, außerordentlich kräftig gewürzt, festes Fruchtfleisch
BoskoopEnde September bis Mitte OktoberNovember bis Aprilfruchtig, säuerlich, erfrischend, würzig, festes, saftiges Fruchtfleisch, später mürbe
BraeburnMitte OktoberNovember bis Maisüß, schwach aromatisch, mit knackig, festem Fruchtfleisch
BrettacherMitte bis Ende OktoberDezember bis Märzfruchtig-herb
Champagner RenetteMitte OktoberFebruar-Maifest, grobzellig, saftig, vorwiegend säuerlich, kaum süß, schwach aromatisch, weißes, weißgrünliches, Gelblichweißes Fruchtfleisch
Cox OrangeMitte bis Ende SeptemberEnde September bis Märzsüßsäuerlich, würzig,aromatisch, festes und feines Fruchtfleisch, später angenehm mürbe
ElstarEnde September bis Anfang OktoberEnde September bis Maifeinsäuerlich, würzig, erfrischend, knackig, saftiges Fruchtfleisch von weiß-gelblicher Farbe
FlorinaEnde OktoberNovember bis Märzsüßlich-feinsäuerlich, leicht parfümiert, Fleisch saftig und feinzellig, nach längerer Lagerung durch Säureabbau eher süßlich
GalaMitte SeptemberEnde September bis Märzsüßfruchtig, feinaromatisch, knackiges, festfleischiges und saftiges Fruchtfleisch
GlockenapfelOktoberDezember bis Junisäuerlich-erfrischend
GlosterMitte OktoberNovember bis Maifeinfruchtig, säuerlich, grün-gelbliches Fruchtfleisch
Golden DeliciousSeptember bis OktoberOktober bis Julisüß, aromatisch, würzig, mit feiner Säure, festes, knackiges Fruchtfleisch, später mürbe
GoldparmäneEnde SeptemberOktober bis Januarnussig, relativ säurearm
GravensteinerEnde August bis Anfang SeptemberEnde August bis Novembersaftig, fein würzig, hellgelbes Fruchtfleisch, stark duftend
Holsteiner CoxMitte bis Ende SeptemberOktober bis Märzwürzig, fruchtig, aromatisch, feinsäuerlich, grobzelliges, gelbes bis cremefarbenes Fruchtfleisch
IdaredMitte bis Ende OktoberDezember bis Julischwach feinsäuerlich, festes, weißes bis leicht rosanes Fruchtfleisch
Ingrid MarieMitte bis Ende SeptemberSeptember bis Januarsüß-sauer
JambaMitte August bis SeptemberMitte August bis Oktobermittelfest, grün-weißliches Fruchtfleisch, saftig, säuerlich
James GrieveMitte August bis Anfang OktoberSeptember bis in den Oktoberherzhaft, cremefarbenes Fruchtfleisch
JonagoldEnde September bis Mitte OktoberOktober bis Julisüßlich und feinsäuerlich, saftiges, gelbes Fruchtfleisch, später vollreif, weich und mürbe
JonagoredEnde September bis Mitte OktoberOktober bis Julisüßlich und feinsäuerlich, saftiges, gelbes Fruchtfleisch, später weicher
JonathanSeptemberNovember bis Anfang Aprilfein süßsäuerlich, aromatisch, hellgelbes Fruchtfleisch, fest, saftig
KlarapfelMitte Juli bis Anfang AugustMitte Juli bis Anfang Augustweißes bis hellgelbes Fruchtfleisch, mildsäuerlich und saftig
LandsbergerAnfang OktoberNovember bis Ende Januarfestes, gelblich-weißes Fruchtfleisch, saftig
MantetEnde Juli bis Mitte AugustEnde Juli bis Mitte Augustaromatisch mit feinfruchtiger Säure, gelblichweißes Fruchtfleisch, feinzellig, locker, kurz, sehr saftig und knackend, später mürbe
McIntoshSeptemberSeptember bis Ende Novemberweiches, weißes Fruchtfleisch, sehr saftig, süß-säuerlich
MelroseMitte OktoberNovember bis Märzsehr fest, saftig, süß, aromatisch
MutsuEnde OktoberOktober bis Februarsüß
OntarioOktober bis NovemberFebruar bis Maispritzig säuerlich
PilotEnde SeptemberFebruar bis Junisüß säuerlich, fest, saftig
PinovaOktoberNovember bis Maisüß, aromatisch, leicht gewürzt, saftiges, feinzelliges Fruchtfleisch
PirosAnfang Juli bis Mitte AugustEnde Juli bis Augustsüß, säuerlich, grüngelbes Fruchtfleisch
RetinaEnde AugustAugust bis Septembersüß säuerlich, fest, saftig
RewenaMitte bis Ende SeptemberOktober bis Februarherbsäuerlich
RubinetteEnde September bis Mitte OktoberOktober bis Januarsehr würzig
TopazMitte bis Ende SeptemberDezember bis Märzsaftig, aromatisch, leicht süß-säuerlich, fest, feinzellig, knackig
WinterramburMitte OktoberSeptember bis Aprilwürzig, süßlich
ZabergäuOktoberOktober bis Märzfeinsäuerlich

Kipp-Probe

Die Apfelernte beginnt meist schon im frühen Herbst. Je nach Wetter entwickelt sich der Reifegrad der Äpfel unterschiedlich und so ist man sich nicht immer sicher, wann man mit der Ernte beginnen sollte. Wie man in der Tabelle über die Apfelsorten erkennen kann, stimmt die Genussreife auch nicht bei allen Apfelsorten mit der Pflückreife überein, so dass eine Orientierung am Geschmack nicht immer funktioniert. Auch die obige Tabelle gibt nur grobe Richtwerte, da die tatsächlich beste Zeit für eine Ernte sich auch aus Standort und Klima- sowie Wetterverhältnissen ergibt.

Ein guter Trick, um die Pflückreife eines Apfels zu erkennen, ist die Kipp-Probe. Dabei wird ein Apfel, der noch am Zweig hängt, vorsichtig in die Hand genommen und gekippt. Bei langstieligen Sorten kann man bis zu 90° kippen. Wenn sich der Apfel dann nicht leicht – wie von selber – vom Zweig löst, sollte man mit der Apfelernte noch etwas warten.

Die Apfelernte

Reife Äpfel lassen sich ganz einfach vom Zweig drehen. Man sollte vorsichtig vorgehen und den Apfel nicht abreißen, um die Knospe nicht zu beschädigen. Dies ist leicht durchführbar für alle Äpfel, die vom Boden aus erreichbar sind. Bei der Ernte sollte man auch zunächst alle Äpfel pflücken, die vom Boden aus erreichbar sind, um diese nicht zu beschädigen, wenn man nach den weiter oben hängenden Äpfeln angelt.

Für weiter oben hängende Äpfel, die man nur per Leiter erreicht, benötigt man ggf. noch etwas Ausstattung. Denn die gepflückten Äpfel von oben einfach auf den Boden oder in einen Behälter zu werfen, führt zu beschädigten Äpfeln, die sich nicht mehr für eine Lagerung, aber auch nicht zu einem genussvollem Verzehr eignen. Abhilfe können sogenannte Pflücktaschen schaffen. Diese Taschen werden umgehängt wenn man auf die Leiter steigt und nach und nach mit den geernteten Äpfeln gefüllt.

Bei größeren Apfelbäumen wird es schwierig alle Äpfel zu erreichen. Selbst mit einer Leiter gestaltet sich dies schwierig und einhändige Kletterpartien auf der Leiter können auch recht gefährlich werden. Als Hilfsmittel eignet sich hier ein sogenannter Obstpflücker. Das ist ein Korb (oder auch ein Stoffbeutel), der an einer langen Teleskopstange hängt. Damit lassen sich vom Boden aus auch die entlegensten Äpfel ernten.

Äpfel lagern

Viele Apfelsorten sind frühreif und müssen noch etwas lagern, bevor sie gegessen werden können. Erst wenn die Genussreife erreicht ist, eignen sich die Äpfel zum Verzehr.

Man sollte einzelne Apfelsorten möglichst isoliert lagern, weil sie Gase bilden, die andere Apfelsorten bei der Reifung beeinflussen können. Dies gilt auch für andere Obstsorten.

Äpfel sollten an einem dunklen, kühlen, gut belüfteten Ort gelagert werden, d.h. ein Keller eignet sich sehr gut dafür. Die Äpfel lagern am besten einlagig in einer Holzkiste. Die Boden sollte mit einer Papierschicht ausgelegt sein.

Die Äpfel sollten regelmäßig kontrolliert werden, um Äpfel mit faulen Stellen und Druckstellen rechtzeitig zu erkennen und auszusortieren. Faule Äpfel können nämlich auch die anderen Äpfel in der Kiste schaden.

Rezeptideen

Wer einen oder gar mehrere Apfelbäume im Garten stehen hat, wird im Herbst bei der Ernte in guten Jahren von Äpfeln überschwemmt. Freunde und Familie erhalten dann über den ganzen Herbst hinweg großzügige Apfelgeschenke. Aber natürlich ist es auch schön, die Äpfel selbst zu verwerten.

Je nachdem, wie lagerungsfähig die Apfelsorte ist, lohnt es sich verschiedene Rezeptideen für die Äpfel zu haben.

So kann man z.B. leckeren Kuchen mit den Äpfeln backen:

oder Bratäpfel im Ofen garen.

Bei sehr vielen Äpfeln kann man auch Apfelsaft herstellen:

Natürlich eignet sich die Apfelernte aber auch für andere Rezepte. Äpfel können zu Marmelade oder Kompott verarbeitet werden. Außerdem ist besonders in der kalten Jahreszeit ein Apfelpunsch sehr beliebt. Auch im Salat oder als Bratäpfel finden sie Verwendung. Dies sind nur Beispiele und bei Rezeptideen für die Apfelernte sind keine Grenzen gesetzt.

 

Garten im Oktober

Der Oktober fängt dieses Jahr ja super an mit schönem Wetter und einem langen Wochenende, so das der Gartenarbeit nichts im Wege steht. Zu tun ist natürlich wie immer viel. Die Bäume lassen die Blätter fallen und der Laubbesen muss zum Einsatz kommen. Außerdem fängt die Zeit an, in denen man die Bäume beschneiden sollte und den Baumschnitt häckseln. Wer im Frühjahr schön blühende Pflanzen im Garten haben möchte, pflanzt am besten jetzt Zwiebelpflanzen wie Krokusse, Narzissen und Tulpen. Und wer Äpfelbäume im Garten hat, kann je nach Sorte nun anfangen die Äpfel zu ernten und dann Apfelkuchen, Apfelkompott und Apfelsaft daraus zubereiten. Zuletzt gibt es Hokkaido-Kürbisse im Garten zu ernten.

Bäume beschneiden

Wenn die Bäume die Blätter haben fallen lassen, so kann der Baumschnitt beginnen. Man sieht jetzt die kranken und toten Äste und kann Pilzbefall vorbeugen, wenn man diese rechtzeitig entfernt. Außerdem stärkt ein Baumschnitt die Äste und führt dazu, dass wieder Licht und Luft das Innere der Baumkrone erreichen.

Das Werkzeug für einen Baumschnitt:

Astsäge: Eine zumeist etwas gebogene Säge, bei der der Griff eine Verlängerung hat, so dass man vom Boden aus auch weiter oben noch Äste entfernen kann.

Baumsäge: Eine klassische Säge mit denen man alle Äste in Reichweite der Arme entfernen kann. Die Sägezähne sind am besten nicht versetzt zueinander angeordnet, damit keine rauer Sägeschnitt entsteht.

Gartenschere: Diese Schere hat scharfe, gebogene Klingen und ist sehr gut für den Schnitt von dünneren Trieben und kleinen Ästen geeignet.

Astschere: Diese Schere ist eine größere Version der Gartenschere. Dadurch dass die Griffe starkt verlängert sind, erzeugt man eine größere Hebelwirkung und kann auch recht dicke Äste noch abschneiden.

Baumschnitt häckseln

Nachdem die Bäume und Sträucher beschnitten sind, stellt sich die Frage, wohin mit den ganzen Ästen und Zweigen? Das Kleinschneiden mit Ast- und Gartenschere nimmt unglaublich viel Zeit in Anspruch, so dass sich für viele Gärrten der Einsatz eines Häckslers lohnt. Dieser zieht die Äste ein und spuckt sie als kleine Häcksel wieder aus. Es gibt zwei Arten von Häckslern: Walzenhäcksler und Messerhäcksler. Da die Geräte recht teuer sind und nicht sehr häufig zum Einsatz kommt, lohnt es sich vielleicht, sich mit einem oder mehreren Nachbarn zusammenzutun und das Gerät gemeinsam anzuschaffen.

Das Häckselgut kann entweder auf den Blumenbeeten verteilt werden, als Schutz vor Frost, aber auch zur Eindämmung von Unkraut. Oder es wird mit auf den Kompost getan.

Bei der Verwendung des Häckslers ist es sehr wichtig auf Sicherheit zu achten. Man sollte eine Schutzbrille tragen, da das Gehäckselte mit hoher Geschwindigkeit aus dem Gerät kommt und in alle Richtungen spritzt. Aus diesem Grund sollte auch darauf geachtet werden, dass Kinder einen großen Abstand von dem Gerät einhalten.

Ist das Gerät verstopft, so muss es immer erst ausgeschaltet werden, bevor man in den Einfülltrichter greift um die Blockierung zu lösen. Bei der Nutzung sollte man auch darauf achten, dass keine langen Kleidungsstücke, wie z.B. ein Schal, in das Gerät gelangen könnte.

Zwiebelblumen pflanzen

Wer im Frühjahr einen farbenprächtigen Garten haben möchte, sollte jetzt schon mit dem Pflanzen von Zwiebelblumen beginnen.

Auswahl und Einkauf von Zwiebeln und Knollen

Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Zwiebeln und Knollen nicht geschlossen verpackt sind, so dass man kontrollieren kann, ob sie von Schimmel befallen sind. Außerdem sollten sie frei von Fäule sein und keine weichen Stellen haben. Wichtig ist auch, dass sie noch keinen Austrieb haben.

Positionierung

Hohe Arten wie Lilien, Tulpen, Narzissen und Kaiserkronen setzt man in die Mitte oder den Hintergrund eines Beetes. In kleineren Gärten sollte man eher Wildtulpen und -narzissen nehmen, die kleineren Sorten gegenüber den gezüchteten Gartenblumen. Zur Verwilderung auf der Rasenfläche eignen sich besonders gut Krokusse, Märzenbecher, Schneeglöckchen oder Narzissen. Wer möchte, kann auch versuchen ein Motiv in den Rasen zu pflanzen.

Das Pflanzen der Zwiebeln und Knollen

Die Zwiebeln werden etwa doppelt so tief eingesetzt wie sie breit sind. Als Abstand zwischen zwei Zwiebeln sollte auch eine Zwiebelbreite eingehalten werden. Zur Düngung kann man etwas Kompost hinzugeben. Die Zwiebeln müssen mit der Spitze nach oben eingesetzt werden. Bei den meisten Zwiebeln erkennt man relativ leicht, dass sie zu einer Seite spitz zulaufen. Auf der gegenüberliegenden Seite erkennt man die ersten kleinen Wurzeln.

Garten im Oktober: Ernten

Die Apfelernte beginnt für einige Sorten schon im September. Viele Sorten werden aber auch erst im Oktober reif und können diesen Monat geernetet werden. Zu den Sorten gehören Boskoop, Golden-Delicious und Braeburn.

Mit dem Oktober verbindet man wegen des Halloween-Festes auch Kürbisse. Diese können zuweilen schon im Spätsommer geerntet werden. Je nach Witterung kann die Erntezeit auch bis Dezember dauern.

Hokkaido-Küribs aus dem GartenBesonders beliebt ist in den letzten Jahren der Hokkaido-Küribs geworden, da dieser leicht in der Küche zu verarbeiten ist. Die dünne Schale des Hokkaido-Kürbis wird beim Kochen – im Gegensatz zu vielen anderen Kürbissorten – weich und kann mitgegessen werden. Das Fruchtfleisch hat ein leicht nussiges Aroma und passt sich vielen Geschmacksrichtungen an. Es harmoniert besonders gut mit Chili und Ingwer und kann vielseitig für Suppen, Aufläufe oder als Gemüse verwendet werden.

Die Küribsse sind frostempfindlich und sollten deswegen bei einer Temperatur von 10 bis 15 °C gelagert werden. Ein unversehrter Hokkaido-Kürbis mit intaktem Stilansatz kann sogar mehrere Monate aufbewahrt werden.

Laub im Garten

„Die Blätter fallen, fallen wie von weit“ So fängt ein schönes Herbstgedicht von Rainer Maria Rilke an. Und jetzt beginnt wieder der Herbst und wenn etwas Wind aufkommt, fallen, fliegen und tanzen die Blätter durch die Luft. Wer einen oder auch mehrere Laubbäume im Garten stehen hat, wird sich bald die Frage stellen: Wohin mit dem Laub? Der ganze Rasen, alle Beete und die Auffahrt sind bedeckt. Und wer sich am Wochenende die Zeit nimmt und alles einmal abharkt, wird einen Tag später schon wieder eine dichte Laubschicht auf dem Boden vorfinden. Und so kommen große Laubhaufen zusammen.

Tipps zur Verwendung von Laub im Garten

Viele entsorgen das Laub einfach mit dem Hausmüll; dafür ist es aber eigentlich viel zu schade, denn es enthält wichtige Nährstoffe, die wieder dem Boden zurückgeführt werden sollten. Außerdem bietet es verschiedene Schutzmaßnahmen im Winter für Tiere und Pflanzen. Im folgenden zähle ich einige Möglichkeiten auf, wie man das Laub im Garten sinnvoll einsetzen kann.

Laub als Mulch

Vor allem für Pflanzen, die ihren natürlichen Lebensraum im Wald oder am Waldrand haben, ist eine Mulchschicht aus Laub willkommen, denn so bekommen sie ihre Lebensbedingungen am Naturstandort und blühen förmlich auf. Das Laub der Mulchschicht wird im Laufe der nächsten Monate zersetzt und reichert den Boden mit Humus an. Der Humus wirkt im Boden als schwammartiger Speicher. Er nimmt Wasser gut auf und speichert es, ohne dass es abfließt oder verdunstet und kann so die Pflanzen auch in trockenen Zeiten noch mit Wasser versorgen. Außerdem werden so Nährstoffe nicht mit dem Wasser ins Grundwasser gespült, sondern bleiben für die Pflanzen verfügbar. Desweiteren enthält ein humusreicher Boden viel eingeschlossene Luft, die Staunässe verhindert. Dadurch können sich keine schädlichen Bodenpilze bilden.

Ein Laubhaufen als Winterquartier

Wer den Platz für einen Laubhaufen im Garten hat, kann ein ideales Winterquartier für Tiere bieten. So schlagen Igel und die Larven von Schmetterlingen ihr Quartier gern in zusammengerechten Laubhaufen auf. Ist das Laub unter Bäumen und auf Beeten verteilt, so finden dort viele Kleinlebewesen Unterschlupf, z.B. Regenwürmer, Käfer, Spinnen, Molche und Raupen.

Auch im Frühjahr wird der Laubhaufen dann von den verschiedensten Tierarten genutzt, z.B. Rotkehlchen, Zaunkönig, Spitzmaus und viele Insekten und Spinnen. So hat man nicht nur die Möglichkeit alle diese Tiere zu beobachten, sondern lockt auch wichtige Nutztiere in den Garten, die z.B. bei der Bodenaufbereitung wichtige Arbeit leisten.

Laub als Frostschutz

Unter Ziersträuchern und Hecken bietet einen sehr guten Frostschutz für die Pflanzen. Wer sich hier nicht an dem Laub stört, kann es liegen lassen bzw. extra dort platzieren, um die Pflanzen im Winter vor Frost zu schützen.

Laub kompostieren

Laub ist eine gute Zusatz zu einem Komposthaufen. Es verrottet schnell innerhalb von höchstens acht Monaten zu Blumenerde. Für ideales kompostieren sollte der Abfall aus verschiedenen Anteilen von trockenem und eher feuchteren Material sein. Bei einem  zu feuchten Kompost verrottet das Material ohne ausreichend Sauerstoff und es fault und fängt an zu stinken. Bei einem zu trockenen Kompost kommt die Zersetzung nicht in Gang. Deswegen sollte man das Laub mit Rasenschnitt und gröberen Schnittgut vermischen. Als Ergebnis bekommt man einen sehr guten Naturdünger.

Laub fegen, pusten, saugen

Je nach Untergrund gibt es verschiedene Möglichkeiten, dass Laub zu entfernen.

Für Terassen und Wege eignen sich robuste, lange Straßenbesen. Auch mit den „altmodischen“ Reisstroh- oder Birkenreisig-Besen können diese Flächen gefegt werden.

Rasenflächen und Beete können mit Fächer-Besen aus Metall oder Kunststoff frei gefegt werden. Metall-Fächerbesen mit verstellbarerer Arbeitsbreite eignen sich auch für enge Flächen mit vielen Bäumen, Büschen und Sträuchern.

Technische Hilfe gibt es in Form von Laubsaugern. Mit diesen kann man das Laub aufsaugen oder wenn man das Gebläse umkehrt auch wegpusten. Von diesen Geräten ist allerdings abzuraten, da nicht nur der Lärm störend ist, sondern sie auch kleine Lebewesen gefährden, die die hohen Windgeschwindigkeiten, die durch das Gebläse entstehen, nicht überleben. Beim NABU gibt es dazu ein Info-Papier.

Warum werfen Laubbäume ihre Blätter ab?

Laubbäume werfen ihre Blätter ab, um sich in Jahreszeiten mit geringer Wasserversorgung vor zu hohem Wasserverlust durch Verdunstung über die Blattoberfläche zu schützen. Bei uns in der gemäßigten Klimazone ist dies der Winter, so dass die Bäume die Blätter im Herbst abwerfen. In der mediterranen Klimazone ist es übrigens der Sommer, in dem die Bäume ohne Blätter dastehen.

Der Vorgang wird über die Wasseraufnahme gesteuert. Wenn sich im Herbst vor allem in den Nächten der Boden zunehmend abkühlt, können die Bäume über die Wurzeln immer weniger Wasser aufnehmen. Sobald die Temperatur nahe am Gefrierpunkt liegt, wird die Wasseraufnahme schließlich ganz eingestellt. Da auch bei kalten Temperaturen trotzdem Wasser über die Blattoberfläche verdunstet, hat die Natur den Schutzmechanismus des Blätterabwerfens erfunden. Ein anderer Schutzmechanismus ist die Art der Blätter: Nadelblätter haben eine speziellen Verdunstungsschutz und werden auch in der Trockenzeit von den Bäumen getragen. Allerdings kann man hier die Einteilung nicht einfach in Nadeln und Blätter vornehmen, so wirft z.B. die Lärche ihre Nadeln ab, während der Lorbeerbaum die Blätter auch in der Trockenzeit trägt.

Der Fachbegriff für das Abwerfen von Blättern ist übrigens Abszission. Zwischen dem Blatt und dem Ast entsteht eine Trennschicht aus Kork. Diese Korkschicht verhindert eine Versorgung des Blattes. Die Produktion von Chlorophyll im Blatt wird eingestellt, so dass andere Farben sichtbar werden. Zusätzlich können Anthozyane gebildet werden, die zu einer Rotfärbung der Blätter führt. Schließlich fällt das Blatt ab.

Nistkasten reinigen

Mit Herbstbeginn fängt die beste Zeit zum Reinigen von Nistkästen an. Nun im September sind die letzten Bruten der Kleiber, Zaunkönige und Meisen beendet und die Nistkästen geräumt. Allerdings lassen die Vögel ihre Nester mit viel Dreck sowie Milben und anderem Ungeziefer zurück und ein ordentlicher Hausputz ist von Nöten.

Nistkasten kontrollieren

Neben einer Reinigung ist auch eine Kontrolle sinnvoll, ob beim Nistkasten noch alles so in Ordnung ist, wie es sein sollte. Bei einigen Nistkästen können sich die Befestigungen gelöst haben und der Nistkasten ist verrutscht. Bei anderen Nistkästen wurde das Einflugloch bearbeitet, weil es für einen Vogel nicht groß genug war. Oder der Nistkasten ist so von der Witterung mitgenommen, dass er nicht mehr ausreichend Schutz gegen Regen bietet.

Man sollte also kontrollieren, ob der Kasten noch als Nisthöhle im nächsten Jahr geeignet ist. Ist dies nicht der Fall, sollte man die betroffenen Nistkästen am besten sofort reparieren oder austauschen.

Wann den Nistkasten reinigen

Diese Kontrolle und Reinigung sollte im September durchgeführt werden, weil hier die Wahrscheinlichkeit am kleinsten ist, dass Tiere gestört werden. Während im Sommer der Nistkasten noch von Vögeln in Beschlag genommen ist, können sich etwas später im Jahr schon Tiere zur Überwinterung dort eingenistet haben. Aber auch wenn man sich im September dem Kasten nährt, sollte man vorsichtig vorgehen und „Anklopfen“, da sich dort auch Mäuse einnisten.

Überwinterung in Nistkästen

Wie schon erwähnt, ist der späte Sommer eine deutlich bessere Zeit für die Reinigung als die folgenden kälteren Jahreszeiten. Es kommt nämlich immer mal wieder vor, dass sich andere Tieren dafür entscheiden in den Nistkästen zu überwintern.

Dies sollte man unterstützen und die Tiere nicht stören. Zum einen kommen sich die nistenden Vögel und die Wintergäste praktisch nie in die Quere, da sie den Kasten zu anderen Jahreszeiten benutzen. Zum anderen sind diese Tiere oft schutzbedürftig. In vielen Fällen handelt es sich sogar um bedrohte Arten. Auch nützliche Tiere sind dabei.

Es handelt sich bei den Wintergästen meist um Säugetiere, wie Siebenschläfer, Fledermäuse oder verschiedene Mäusearten, aber auch Wespen- oder Hummelköniginnen sind dabei. Es gibt aber auch manche Vogelarten (wie z.B. Meisen), die gerne in Nistkästen in kalten Winternächten übernachten.

Wenn man die Reinigung im Spätsommer verpasst hat, sollte man daher bis zum Februar oder März warten, bis die Kästen wieder leer sind. Hat man die Reinigung im September gemacht, kann man sich eine weitere Nistkasten Reinigung im Frühjahr aber in der Regel sparen. Diese ist dann nicht mehr notwendig. Die Wintergäste machen eigentlich nicht so viel Dreck, dass dies die brütenden Vögel stört.

Die Reinigung

Schauen wir uns mal das Vorgehen zum Reinigen eines Nistkastens an:

Folgende Dinge werden benötigt:

  • Handschuhe,
  • Schraubenzieher (optional),
  • Handfeger,
  • Gießkanne mit Wasser

Da sich im Nistkasten viel Dreck befinden kann, sollte man aus hygienischen Gründen immer Handschuhe bei der Reinigung tragen.

Zunächst wird der Nistkasten vorsichtig heruntergeholt und geöffnet. Je nach Nistkasten muss man hier unterschiedlich vorgehen. Es gibt einige Kästen, die dafür extra Verschlüsse haben und bei denen das Öffnen schnell von der Hand geht. Bei anderen Modellen muss die Rückwand oder eine Seitenwand abgeschraubt werden. Wer seinen Nistkasten selber gebaut und nicht gekauft hat, weiß natürlich am besten, wie dieser zu öffnen ist.

Ist der Nistkasten geöffnet, wird das alte Nest mit dem Dreck und Schmutz herausgefegt (am besten direkt in die Mülltonne). Dazu eignet sich ein kleiner Handfeger.

Anschließend sollte der Nistkasten noch einmal mit Wasser ausgespült werden. Reinigungsmittel jeder Art dürfen aber nicht benutzt werden. Auch Desinfektionsmittel haben im Nistkasten nichts zu suchen! Nach der Wasserspülung muss der Kasten noch zum Trocknen etwas offen bleiben.

Zum Schluss wird der Nistkasten wieder verschlossen und an seinen alten Ort gehängt. Dies sollte man auch jetzt schon machen, da Nistkästen gerne von Tieren zum Überwintern genutzt werden. Außerdem gehen Vögel lieber an Kästen, die nicht gerade erst aufgehängt worden sind, sonder den Geruch von der Umgebung schon angenommen haben.

Wie kann man einen Maulwurf vertreiben?

Ach, wie ärgerlich ist es doch einen Maulwurf im Garten zu haben. Auf dem Rasen ein Maulwurfshügel neben dem nächsten und jeden Tag kommen neue hinzu. Aber wie wird man den Maulwurf los?

Bevor man sich entscheidet, den Maulwurf zu vertreiben, sollte man aber ein paar allgemeine Informationen über Maulwürfe haben. Eigentlich ist der Maulwurf im Garten nützlich, denn er ist Fleischfresser und frisst Schnecken, Insektenlarven und Insekten. Damit beseitigt er viele Schädlinge, die den Pflanzen im Garten zusetzen. Wenn er dabei doch nur nicht den gesamten Garten umwühlen würde!

Maulwürfe bauen zwei Arten von Tunneln. Das eine sind sind die „Fress-Gänge“, in denen der Maulwurf nach seiner Beute jagt. Diese befinden sich direkt unter der Oberfläche und man kann sie als längliche Erhebung auf der Rasenfläche entdecken. Die zweite Art von Gängen sind Verbindungstunnel zwischen diesen „Fress-Gängen“. Sie liegen tiefer und der Maulwurf schiebt den Erdboden aus diesen Tunneln an die Oberfläche und verärgert Gartenbesitzer mit einem Maulwurfshügel. Beim Maulwurfshügel-Buddeln kann ein Maulwurf bis zu dem 20-fachen seines Körpergewichts stemmen!

An diesen Maulswurfshügeln erkennt man auch sofort, mit welchem Tier man es zu tun hat. Wühlmäuse legen ebenso ein System von Gängen im Garten an. Die Gänge befinden sich direkt unter der Oberfläche und sind etwa 2 cm breit. Allerdings hinterlassen sie keine Hügel.

Den Maulwurf vertreiben

Um einen Maulwurf zu verbreiten hat man eigentlich nur die Möglichkeit, ihn mittels Duftstoffen, Lärm oder anderen Methoden loszuwerden. Man könnte den Maulwurf auch mit einer Lebendfalle fangen und fortschaffen. Ihn zu töten ist allerdings in Deutschland untersagt, denn er steht unter Naturschutz!

Da der Maulwurf einen hochentwickelten Geruchs- und Gehörsinn hat, ist es auch nicht so schwer, ihm auf die Nerven zu gehen und ihm den Garten als Jagd- und Wohngebiet zu verleiden. Wie man dabei vorgehen kann, wird im Folgenden beschrieben. Neben der Lärm- und Geruchsbelastung kann auch versucht werden, den Maulwurf zu stören, in dem die Maulwurfshügel immer wieder eingeebnet werden, entweder mit einer Harke oder auch mit Wasser. Wasser hat den Vorteil, dass dadurch ein größerer Bereich des Tunnels beschädigt wird und für den Maulwurf nicht mehr zugänglich ist. Da dies recht einfach ohne externe Hilfsmittel durchgeführt werden kann, sollte man die Methode als erstes probieren, allerdings lassen sich nicht alle Maulwürfe dadurch abschrecken.

Einsatz von Duftstoffen

Verschiedene Hausmittel eignen sich als Duftstoffe um den Maulwurf zu vertreiben. So kann man stark riechende Pflanzenbestandteile, z.B. Nußbaum-, Holunder- oder Rosenlorbeerblätter, Knoblauchzehen, Speizezwiebeln oder getrocknete Pfefferminze verwenden. Auch ein Tuch getränkt mit Petroleum riecht unangenehm für den Maulwurf (allerdings auch für den Menschen).

Im Handel gibt es auch biologisch abbaubare Mittel, die für Mensch und Tier ungefährlich sind und eine gute Wirkung erzielen. Ein Beispiel ist Buttersäure.

Diese Mittel haben einen kleinen Wirkradius und müssen deswegen flächendeckend eingesetzt werden. Am besten werden diese Mittel direkt im Tunnel des Maulwurfs platziert. Den Eingang eines Maulwurftunnels findet man, indem man in der Mitte eines Maulwurfshügels die Erde vorsichtig zur Seite schiebt. Meistens wird dabei der Eingang zum Tunnel doch durch Erdklumpen verschlossen. Dann kann man durch vorsichtiges Tasten den Eingang aufsprüren. Alternativ hebt man an der Stelle des Maulwurfhügels ein Loch aus und kann so nicht tief unter der Oberfläche den waagerechten Tunnel entdecken.
Zusätzlich zu den Tunneln sollte man die Duftstoffe auch im übrigen Garten verteilen. Dazu kann man kleine Löcher graben oder mit einem Pflanzholz bohren und die Mittel einfüllen.

Pflanzen

Einige Pflanzen vertreiben durch ihre Ausdünstungen auch Maulwürfe. Als Präventiv-Maßnahme kann man diese Pflanzen im Garten kultivieren und so im Vornhinein das Auftauchen eines Maulwurfs verhindern. Zu diesen Pflanzen gehören einige Zwiebelpflanzen. Am bekanntesten ist die Narzisse. Zwei weitere im Frühjahr blühende Pflanzen ist der Sibirische Blaustern (Scillia sibirica) und die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis). Der Blaustern trägt hängende glockenförmige Blüten in den Farben von Lavelndel, blau, weiß oder rosa. Im Laufe der Jahre vermehrt sich der Blaustern und füllt ein ganzes Gebiet im Garten. Bei der Kaiserkrone muss beachtet werden, dass die Knolle für Menschen giftig ist und in Gärten mit kleinen Kindern eher nicht angepflanzt werden sollte.

Einsatz von Lärm

Neben Duftstoffen kann auch Lärm dafür sorgen, dass der Maulwurf sich in einem Gebiet nicht wohlfühlt und es verlässt. Wie bei den Duftquellen sollten die Lärmquellen möglichst flächendeckend im Garten verteilt werden.

Man kann z.B. den Wind ausnutzen, um ein unangenehmes Geräusch zu erzeugen. Dazu entfernt man den Boden einer Flasche und steckt diese mit dem Flaschenhals nach unten in die Eingang des Maulwurfgangs. Wenn der Wind nun über die Öffnung der Flasche weht, so entsteht ein unangenehmes Fiepen in dem Maulwurfsgang.

Eine weitere Möglichkeit den Wind auszunutzen sind Windräder. Wenn man diese in die Maulwurfshügel steckt, so kann ein Maulwurf ein unangenehme Quietschen nerven und vertreiben.
Natürlich nerven diese Geräusche auch den Menschen.

Im Fachhandel gibt es Geräte, die zur Vertreibung des Maulwurfs Geräusche erzeugen. Diese Geräusche werden in der Regel im Ultraschallbereich erzeugt und sind deswegen vom Menschen nicht hörbar. Die Geräte werden Maulwurfschreck genannt.

Aufwändigere Methoden zur Prävention

Um langfristig Maulwürfe aus dem Garten fernzuhalten, sind einige Maßnahmen möglich, die allerdings einen gewissen Aufwand erfordern.

Man kann Maulwürfen den Zugang zum Garten verhindern, in dem ein Sperrzaun rund um den Garten errichtet wird. Dafür wird ein engmaschiger Zaun ca. 50 Zentimeter tief entlang der Gartengrenze in den Boden gelassen.

Eine Bodenmatte ca. 40 Zentimeter unter dem Rasen verhindert, dass sich ein Maulwurf hier an die Oberfläche graben kann.
Um das Graben für den Maulwurf zu erschweren, kann der Boden mittels einer Walze verdichtet werden.

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